Vorbereitung auf die Brauchbarkeitsprüfung

Grundvoraussetzung für diesen Lehrgang ist der Grundgehorsam also die bestandene Prüfung des Hundeführerlehrgangs, da hierauf die Ausbildung zu einem brauchbaren Jagdgehilfen aufbaut.
Der Gerhorsam ist deshalb so wichtig, da sich der Hund bei der Ausbildung, sehr oft außerhalb des unmittelbaren Einwirkungskreise seines Führers befindet.
Auch hier wird, ohne die täglichen Trainingseinhieten kein Erfolg sichtbar sein.

Denn:
      "Im Lehrgang lernt der Hundeführer, zu Hause lernt der Hund"


(Texte sind Auszüge aus "Ordnung zur Durchführung der Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde": Landesjagdverband Bayern e.V.)

 

Leinenführigkeit:

Der Hund soll nicht an der Leine ziehen und soll beim Umgehen von Hindernissen unmittelbar seinem Führer folgen.

 


Appell:

Den Appell hat der Hund ohne Wildberührung dadurch zu beweisen, dass er dem Führer auf Pfiff, Zuruf oder Zeichen Folge leistet.Während der Hund im Feld ist wird vom Führer auf Anweisung ein Schuss abgegeben.

 


Harrwildschleppe:

- 300m lange und mit 2 stumpfen Haken  versehene Schleppe im Wald.
- Anschuss wird mit Bauchwolle gekennzeichnet.


 

Federwildschleppe:

 

- 150 m lange und mit 2 stumpfen Haken versehen Schleppe im Feld.

- Anschuss wird gekennzeichnet.
 


Wasserarbeit:

1.) Ente aus hohem Schilf:

Eine tote Ente wird in  oder auch hinter eine Schilfpartie oder
Deckung geworfen; mind. 10 m ; 
Wasserannahme innerhalb 5min.

 

2.) Schussfestigkeit am Wasser: 

Die tote Ente wird sichtig für den Hund möglichst weit ins offene Wasser geworfen.
Wasserannahme innerhalb von 2 min. durch den Hund. Während der Hund auf die Ente zuschwimmt, gibt der Hundefürer oder ein Dritter einen Schrotschuss auf die Ente ab.
 

 

 

 


Schweißarbeit:

--> zur Nachsuche auf Niederwild und Schalenwild

    - 300 m lange Rotfährte getupft o. gespritzt

    - Standzeit mind. 2 Std.

    - 2 Haken und nach 100 m - 150 m ein Wundbett

    - höchstens 1/4 l frischer Wildschweiß

 

--> zur Nachsuche auf Schalenwild

    - grundsätzlich wie oben jedoch

    - 400 m lange Rotfährte

    - Übernachtfährte

 


Verhalten am Stück:

nach erfolgreicher Riemenarbeit, wird der Hund angeleint
am Stück abgelegt, max. 5min. (z.B. Rucksack kann dazu gelegt werden).
Alle Personen gehen außer Sichtweite des Hundes.
Schneidet der Hund an, scheidet er aus.

 


Verhalten am Stand:

Bei einem improvisiertem Treiben werden werden die Führer mit
ihren angeleinten Hunden als Schützen an einer Dickung aufgestellt.
Hierbei hat sich der Hund ruhig zu verhalten.